Junghunde – Wenn aus dem süßen Welpen ein Teenager wird

Die Welpenzeit ist vorbei, und plötzlich steckt der kleine Hund mitten in der Pubertät: Willkommen in der Junghundephase! Was viele Hundehalter überrascht: Der Junghund „kann“ in dieser Zeit vieles, was er vorher schon gut konnte, nicht mehr. Rückruf? „Keine Ahnung, wen du meinst – mich jedenfalls nicht!“ Leinenführigkeit? „Wozu brauchen wir das?!“ Keine Sorge – das ist normal.

1. Was genau ist ein Junghund?

Von einem Junghund spricht man, wenn der Hund zwischen etwa 6 Monaten und 2 Jahren alt ist (je nach Rasse). Körperlich wachsen die meisten in dieser Phase noch, geistig aber erst recht: Das Gehirn reift, Hormone wirbeln, und das Sozialverhalten entwickelt sich weiter.

2. Typische „Baustellen“ in der Junghundezeit

  • Pubertätsbedingte Vergesslichkeit: Gelerntes scheint manchmal wie weggeblasen.
  • Testen von Grenzen: Junghunde probieren aus, wie konsequent ihr Mensch wirklich ist.
  • Erhöhte Ablenkbarkeit: Jeder Geruch, jeder Vogel und jeder Artgenosse ist spannend.
  • Energie-Überschuss: Körperlich kräftiger, mental aber oft unausgelastet.

3. Trainingstipps für Junghunde

  1. Dranbleiben – Auch wenn es frustrierend ist: Bestehende Kommandos immer wieder üben.
  2. Kurze, abwechslungsreiche Einheiten – Lange Trainings frustrieren oft, kurze Spiele motivieren.
  3. Impulse kontrollieren – Übe „Sitz“ oder „Bleib“ in aufregenden Situationen.
  4. Gezielte Auslastung – Sowohl körperlich (Spaziergänge, Apportieren) als auch geistig (Suchspiele, Tricks).
  5. Sozialisierung fortsetzen – Begegnungen mit anderen Hunden, Menschen, Geräuschen und Orten festigen das Selbstvertrauen.

4. Was du in dieser Phase vermeiden solltest

  • Unklare Regeln – Das verwirrt den Hund und lädt zum Austesten ein.
  • Überforderung – Zu lange Trainings, zu viele Reize oder zu viel Sport können stressen oder sogar gesundheitlich schaden.

5. Mentaler Aspekt: Geduld, Geduld, Geduld

Die Junghundephase kann anstrengend sein, aber sie geht vorbei. Mit konsequentem Training, klaren Strukturen und positiver Bestärkung wächst dein Junghund zu einem zuverlässigen Begleiter heran.

💡 Merke: Junghunde sind wie Teenager – manchmal nervig, manchmal chaotisch, aber voller Potenzial. Mit Humor und Gelassenheit kannst du diese Zeit sogar genießen.

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